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Tschüss Ela!

Es war vor gut 15 Jahren als sich unsere Wege das erste mal
kreuzten.Sie hatte im Lüderitz-Eck gerade ihren Job als
Serviererin begonnen. Ichwar verantwortlich für unsere
damalige Senioren-Mannschaft. Sie sprach mich an, ob ich ihr
nicht dabei helfen könne, ihren "Alten", der mal ein guter
Torwart war, von seinem Sofa runter zu holen. Ich benötigte
einen solchen,und schon waren wir Komplizen.
Erst zeigte sich Sherry noch widerspenstig,aber in Wirklichkeit
hatte er niemals eine Chance sich unserer Verschwörung zu
widersetzten. Bald schon streifte er das erste mal das Torwart-
Trikot von Corso über seinen schon damals stattlichen Oberkörper.
Damit hatte Ela ihr Ziel erreicht und auch gleichzeitig ihre Familie um ein vielfaches vergrößert.
Gemeinsame Unternehmungen, Geburtstage, Tanz- und Grill-Abende waren
von nun an für den neuen Kreis an der Tagesordnung. Ihre gute Laune war
ansteckend und trug oft genug zum gelingen des Abends bei. Viele waren
Stolz zu ihren Freunden zu gehören. Beim ausrichten unserer jährlichen,
großen Fußballturniere, stand sie vorher am Ofen um Kuchen zu backen,
den sie dann dort wieder verkaufte, Bier zu zapfen, und mit ihrer frischen Art
den Umsatz anzukurbeln. Für ihre Familie tat sie fast alles.
Und gerade erst hatte ein neuer Lebensabschnitt begonnen, die Kinder waren nun
groß, der Führerschein wurde gemacht, ein Auto gekauft, und man wurde Eigner eines
kleinen Grundstücks, auf dem man nun fast jede freie Minute verbrachte. Es sei denn Corso
stand auf dem Programm, das hatte Priorität. All diese schönen Dinge länger zu genießen,
blieb ihr leider nicht die Zeit. Eine intakte Familie, zu deren gelingen sie maßgeblich
beigetragen hat, wird auch ihren schrecklichen Tod überstehen. Macht ihr in ihrem Sinne
weiter, sie hätte es so gewollt. Vergessen werden wir dich sicher nicht.

D.A.